Ärztliches Gespräch mit Studienfläschchen und Tagebuch – Symbolbild

Kleine Studie zu Cannabisöl bei systemischer Sklerose: vorsichtige Signale, viele offene Fragen

Kurz gesagt: Eine 2025 veröffentlichte randomisierte, placebokontrollierte Studie untersuchte Cannabisöl bei Menschen mit systemischer Sklerose, die unter Appetitlosigkeit oder Mangelernährung litten. Die Untersuchung liefert erste Hinweise, aber keinen belastbaren Wirksamkeitsnachweis.

Wie war die Studie aufgebaut?

27 Patientinnen und Patienten wurden auf Cannabisöl oder Placebo verteilt; jeweils 13 Personen pro Gruppe schlossen die Studie ab. Erfasst wurden unter anderem Appetit, Körpergewicht, tägliche Kalorienaufnahme, Entzündungsmarker und Lebensqualität.

Was kam heraus?

In der Cannabisöl-Gruppe zeigten mehrere Werte eine günstigere Tendenz. Die meisten Unterschiede waren jedoch statistisch nicht signifikant. Der Hungerwert auf einer visuellen Skala stieg innerhalb der Behandlungsgruppe deutlich, während dies in der Placebogruppe nicht beobachtet wurde. Eine Person wurde nach schwerer Hyponatriämie aus der Studie genommen.

Warum Zurückhaltung wichtig ist

Die geringe Teilnehmerzahl, die kurze Beobachtung und überwiegend nicht eindeutige Resultate erlauben keine allgemeine Therapieempfehlung. Größere, unabhängig bestätigte Studien müssten Nutzen, Dosierung und Risiken genauer klären.

Quelle: Pisprasert et al., Efficacy of cannabis oil on appetite and quality of life in systemic sclerosis patients, Journal of Cannabis Research, 24. Oktober 2025.

Hinweis: Medizinisches Cannabis gehört in ärztliche Begleitung. Dieser Beitrag ist keine Therapieempfehlung.

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