Recherche zu Europas Cannabismarkt an einer Landkarte – Symbolbild

Europäischer Drogenbericht 2026: Der Cannabismarkt wird vielfältiger

Kurz gesagt: Laut Europäischer Drogenagentur EUDA haben im letzten Jahr schätzungsweise 8,7 Prozent der 15- bis 64-Jährigen in Europa Cannabis konsumiert – rund 25 Millionen Menschen. Hinter dieser Zahl steht ein Markt, der vielfältiger und schwieriger zu bewerten wird.

Mehr Produkte, mehr Unterschiede

Neben klassischem Pflanzenmaterial und Harz nennt die EUDA hochpotente Extrakte, Edibles, CBD-Produkte sowie halbsynthetische Cannabinoide. Illegale Produkte können außerdem mit starken synthetischen Cannabinoiden oder anderen Stoffen versetzt sein. Produktform und Wirkstoffgehalt beeinflussen deshalb das Risiko erheblich.

Potenz und Markt

Bei 2024 sichergestellten Produkten lag der durchschnittliche THC-Gehalt von Cannabisharz laut Bericht bei 24,6 Prozent; bei pflanzlichem Cannabis waren es 12 Prozent. Die Werte sind Durchschnittswerte aus Sicherstellungen und bilden nicht jedes Produkt oder jedes Land gleich ab.

Gesundheit und Hilfe

Menschen mit täglichem oder fast täglichem Konsum tragen das höchste Risiko für Probleme. 2024 entfielen in den erfassten Ländern rund 33 Prozent der gemeldeten Behandlungsnachfragen auf Cannabis als Hauptsubstanz. Solche Daten hängen jedoch auch von Überweisungswegen und nationalen Hilfesystemen ab.

Einordnung

Der Bericht liefert keine einfache Botschaft „mehr“ oder „weniger“. Er zeigt vor allem, dass Regulierung, Prävention und Beratung genauer auf Produkte, Wirkstoffgehalte und Konsummuster reagieren müssen.

Quelle: European Union Drugs Agency, Cannabis – the current situation in Europe (European Drug Report 2026), aktualisiert am 9. Juni 2026.

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