Schweizer Pilotstudien: Was der regulierte Zugang bisher zeigt
Kurz gesagt: Die Schweiz testet in mehreren Städten unterschiedliche Modelle für die regulierte Abgabe von Cannabis. Eine übergreifende Auswertung der ersten sieben Pilotstudien umfasst rund 10.500 Teilnehmende und Daten bis Juli 2025.
Was zeigen die vorläufigen Ergebnisse?
Nach Angaben des Schweizer Bundesamts für Gesundheit beziehen die meisten Teilnehmenden ihr Cannabis ausschließlich innerhalb der Pilotstudien. Die geprüfte Qualität wird geschätzt, auch wenn viele die Preise als eher hoch wahrnehmen.
Trotz des leichteren legalen Zugangs nahm der Konsum in der bisherigen Auswertung nicht zu. Viele Personen behielten ihre Gewohnheiten bei. Gleichzeitig zeigt sich ein Trend zu risikoärmeren Formen und Produkten mit geringerem THC-Gehalt – besonders dort, wo Beratung aktiv angeboten wird.
Welche Modelle werden verglichen?
Getestet werden Abgabestellen in Apotheken, gemeinnützige Verkaufsstellen, kommerzieller ausgerichtete Modelle und Social Clubs. Dabei unterscheiden sich auch Prävention und Beratung: Gemeinnützige Modelle legen laut Bericht mehr Gewicht auf Prävention, während andere stärker auf Eigenverantwortung setzen.
Einordnung
Die Ergebnisse sind vorläufig und beschreiben ausschließlich die wissenschaftlich begleiteten Projekte. Sie belegen weder automatisch die Wirkung eines bestimmten Regulierungsmodells noch lassen sie sich eins zu eins auf andere Länder übertragen. Weitere Daten aus den laufenden Versuchen sollen folgen.
Quelle: Schweizer Bundesamt für Gesundheit, Initial results of the pilot trials with cannabis, Bericht vom 13. Jänner 2026.